Erfahrungsberichte:

Selbsthilfegruppe Hörsehbehinderung und Taubblindheit –

Gemeinsame Veranstaltung zu 10 Jahre Taubblindenarbeit Tirol

 

Gruppenfoto mit dem Vorstandsteam des Gehörlosenverbandes Tirol: von li nach re Jasmin Hacker_Irmgard Hammer_Lydia Kremslehner_Monika Mück-Egg. Lydia Kremslehner hält einen Blumenstrauß in der Hand

Gruppenfoto mit dem Vorstandsteam des Gehörlosenverbandes Tirol: von links nach rechts: Jasmin Hackl, Irmgard Hammer, Lydia Kremslehner, Monika Mück-Egg. Lydia Kremslehner hält einen Blumenstrauß in der Hand.

Die Selbsthilfegruppe Hörsehbehinderung und Taubblindheit arbeitet seit 2018 mit der Taubblindenberatung zusammen. Die Taubblindenberatung wird von Martina da Sacco geleitet und ist beim Gehörlosenverband Tirol angesiedelt. Die Taubblindenberatung feierte ihr 10-jähriges Bestehen mit einer Veranstaltung am 25.10.2024. Der Gehörlosenverband Tirol ermöglichte diese Veranstaltung im Gehörlosenzentrum. Neben Martina da Sacco und Barbara Latzelsberger von der ÖHTB-Beratungsstelle für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen in Wien hielt auch Lydia Kremslehner als Ansprechperson in Tirol einen Vortrag.

 

Martina da Sacco berichtete über die Taubblindenarbeit in Tirol in den letzten 10 Jahren.

Informationsmaterial auf einem Tisch: Visitenkarten, Folder, Lormkarten und Taubblinden-Buttons vom Verein Usher-Taubblind

Barbara Latzelsberger berichtete über das wichtige Projekt „Brücken bauen“ zur Etablierung von Taubblinden-Assistenz in Österreich.

Lydia Kremslehner berichtete über den österreichweiten Verein „Forum für Usher-Syndrom, Hörsehbeeinträchtigung und Taubblindheit“ und die Situation der Betroffenen.

 

Dank guter Vernetzungsarbeit von Lydia Kremslehner zum Land Tirol und zur Stadt Innsbruck konnten auch wichtige Personen aus der Politik eingeladen werden.

Vortragende von links nach rechts: Lydia Kremslehner, Martina da Sacco, Barbara Latzelsberger. Alle 3 Personen halten jeweils einen Blumenstrauß in der Hand.

Dies war das erste Mal, dass Personen aus der Politik vertreten waren. Auch Helene Jarmer, Peter Dimmel und Brigitte Baumann waren zu Besuch. Neben Interessierten, Angehörigen und Fachpersonen aus unterschiedlichsten Bereichen waren auch Betroffene vor Ort. Nach den Vorträgen gab es bei einem Buffet noch Zeit für Austausch und Vernetzung.

 

Die Veranstaltung war mit WLAN-Hörtechnik, Schriftdolmetschen, Gebärdensprachdolmetschen, taktiler Gebärdensprache und Lormen barrierefrei möglich.

3 Personen kommunizieren miteinander. Links steht eine taubblinde Person, diese empfängt von ihrer Taubblinden-Assistenz Lormen. Die Taubblinden-Assistenz steht gegenüber und übermittelt die Information von der gehörlosen Person. Die gehörlose Person steht rechts.

Als Probleme wurden fehlende offizielle Betroffenenzahlen und Dienstleistungen wie Taubblinden-Assistenz und Taubblinden-Dolmetschung mitsamt dazugehöriger Ausbildung und die Unwissenheit über die Bedürfnisse der Betroffenen geschildert. Aufgrund dieser mangelnden strukturellen Versorgungslage ist es für Betroffene schwer bis gar nicht möglich, überhaupt aktiv zu werden. Aus dem Grund kämpft Lydia Kremslehner weiterhin für die Anliegen der Menschen mit Hörsehbehinderung und Taubblindheit.

Übersichtsfoto von der rechten Seite des Raums im Gehörlosenverband Tirol. Blick ausgehend vom sitzenden Publikum in Richtung Vortragende. Vorne steht Lydia Kremslehner mit der Powerpoint Präsentation, links davon steht die Gebärdensprachdolmetschung.

 

 

Text verfasst von Lydia Kremslehner, MA

Original erschienen in Zeitschrift Selbsthilfe wirkt 3/2024, Ausgabe Dezember 2024

Bericht auf Seite 16+17 als PDF:

Bericht HSB+TB_Veranstaltung_Zeitschrift Selbsthilfe wirkt 3_2024

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