Menschen mit hochgradiger Hörsehbeeinträchtigung haben in Österreich Anspruch auf Gebärdensprachdolmetschleistungen. Dazu muss ein Behindertenpass mit dem Zusatzeintrag „gehörlos“ oder „schwer hörbeeinträchtigt“ beim Sozialministeriumsservice beantragt werden. Dolmetschanspruch besteht für Termine im privaten und beruflichen Bereich. Informationen erhalten Sie beim Sozialministeriumsservice (für beruflichen Dolmetschbedarf) und bei der jeweiligen Landesregierung Ihres Bundeslandes (für privaten Dolmtschbedarf).

 

Je nach Ausprägung der Hörsehbeeinträchtigung und je nach Situation und Rahmenbedingungen kommen unterschiedliche Formen der Dolmetschung zur Anwendung:

Gebärdensprache für Gehörlose mit gutem Sehvermögen

Taktile Gebärdensprache, wenn das Sehvermögen für Gebärdensprache nicht ausreicht, die Gebärden werden mit den Händen ertastet

Schriftdolmetschung insbesondere bei Vorträgen oder Besprechungen mit mehreren Personen, das Gesprochene zeitgleich mitgeschrieben und auf einem Bildschirm mit starker Vergrösserung dargestellt

Lormen oder Tastalphabet, die einzelnen Buchstaben werden als Punkt oder Strich an bestimmte Stellen der Handinnenfläche „geschrieben“

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